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FCK-Präsident Daniel Geisselhardt im Interview

Hallo Dani, Du bist seit sechs Jahren Präsident beim FC Kreuzlingen. Für diejenigen welche noch nicht so lange beim FCK sind, wie kamst Du damals zu diesem Amt und wie hat sich der FCK aus deiner Sicht seit 2008 entwickelt?

In etwas abgekürzter Form: Urs Portmann hatte mich gefragt, ob ich bereit wäre, dem FCK in einer schwierigen Situation zu helfen. Der Verein lag damals auf dem Sterbebett und die Frage war, ob man den Verein Konkurs gehen lassen sollte. Wir haben dann gemeinsam rigorose Spar-Massnahmen ergriffen und durften nebst unseren eigenen Beiträgen einige grosszügige Zuwendungen von regionalen Persönlichkeiten entgegennehmen, sodass wir das Überleben knapp sichern konnten. Das Thema Finanzen hat uns seither leider nicht losgelassen. Es ist ein täglicher Kampf, genügend Mittel für unseren Amateur-Spitzenclub zu generieren, obwohl wir an allen Ecken und Enden sparen und auf zahlreiche Sponsoren und Werbepartner vertrauen dürfen.

Angenehmer sind natürlich die sportlichen Themen. Da sind wir sowohl beim Nachwuchs wie bei der 1. Mannschaft auf einem soliden Fundament sehr gut unterwegs. Ich denke, dass sich die Wahrnehmung des FCK in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Wir bieten tollen Sport und haben seit Jahren keine negativen Schlagzeilen mehr geliefert.

Das Amt des Präsidenten ist bei einem Verein wie dem FC Kreuzlingen enorm zeitintensiv, was motiviert dich dazu?

Es gibt verschiedene Personen beim FCK, deren zeitliches Engagement wesentlich höher liegt als meins. Das ist auch eine meiner Haupt-Motivations-Quellen: die wunderbaren Menschen, mit denen zusammen ich den Verein führen und weiterentwickeln darf. Ausserdem nehme ich gerne Verantwortung wahr und habe mich schon früher gesellschaftlich engagiert. Ich bin überzeugt, dass wir für die Jugend in unserer Region eine wichtige Aufgabe erfüllen. Einen Mannschaftssport auszuüben ist eine wertvolle  Lebens-schule und die wichtigste und erfolgreichste Integrationsmassnahme für Kinder aus anderen Kulturkreisen. Es kommt dazu, dass ich schon als Kind meinen Vater zu seinen Spielen der 1. Mannschaft des FCK begleiten durfte, woher auch meine emotionale Bindung zum Verein stammt. Im Übrigen betrachte ich es als Ehre, diesem geschichtsträchtigen, bald 110-jährigen Verein vorstehen zu dürfen.

Wie siehst Du die Arbeit von Kristijan Djordjevic, wie zufrieden bist Du mit der laufenden Saison und was versprichst Du dir von der 1. Mannschaft für die Zukunft?

Unsere sportliche Leitung unter der Führung von Sportchef Daniel Bollmann leistet hervorragende Arbeit. Kristijan Djordjevic – der übrigens mit seiner Familie in Tägerwilen lebt – ist ein absoluter Glücksfall für den Verein. Mittlerweile melden sich zahlreiche Spieler, weil sie gerne mit Kristijan arbeiten möchten und überzeugt sind, dass er sie mit seiner modernen und attraktiven Art fussballzuspielen weiterbringen kann. Wir wussten, dass die Vorrunde schwierig werden wird und dass wir diese Spielzeit als Zwischen- und Aufbau-Saison betrachten müssen. Wenn so weitergearbeitet wird, bin ich davon überzeugt, dass wir nächste Saison mit tollem Fussball um die Spitze mitspielen werden.

Die Nachwuchsabteilung unter Paul Nay ist langsam, aber kontinuierlich am wachsen. Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Auch dies ist eine wichtige Motivationsquelle. Ich bin begeistert vom Engagement unserer zahlreichen Juniorentrainer und bin sehr dankbar für die wertvolle und geduldige Aufbauarbeit, die Paul Nay in den letzten Jahren geleistet hat. Wir machen auf diesem bewährten Weg weiter und werden nach den Sommerferien zusätzlich mit einer grossartigen Neuerung aufwarten. Mehr dazu in den nächsten Wochen auf unserer Webseite.

Vor kurzem wurde das Swiss Soccer Camp veranstaltet und bei schweiz-bewegt waren FCK-Helfer ebenfalls aktiv, steht ein nächster Anlass vor der Tür?

Mitglieder vom FC Kreuzlingen engagieren sich regelmässig an diversen Veranstaltungen, z.B. an der JazzMeile, am Fantastical, am Jahrmarkt, an schweiz-bewegt, beim Gigathlon oder in diesem Jahr an der Kreuzlinger 1. August-Feier. Daneben ist natürlich jedes Heimspiel der 1. Mannschaft ein Event, an dem zahlreiche Helfer im Einsatz sind. Das seit 6 Jahren stattfindende einwöchige Soccer Camp war auch in diesem Jahr ein grosser Erfolg – dieses steht jeweils allen Kindern aus der Region offen, man muss dafür nicht Mitglied im FC Kreuzlingen sein.

Als nächstes steht am Freitag, 6. Juni 2014 das traditionelle Kreuzlinger Firmen- und Vereinsturnier an – Informationen und Anmeldeformulare findet man auf der jederzeit aktuellen FCK-Homepage. Diesen Abend nutzen wir gleichzeitig für eine kleines Saisonabschluss-Fest, bei dem wir mit Fans, Mitgliedern, Spielern, Sponsoren und Werbepartnern auf die vergangene Saison anstossen – jedermann ist dazu herzlich willkommen.

Am Samstag spielt der FCK gegen den Kantonsrivalen aus Frauenfeld, was erwartest Du für ein Spiel und wie wird es ausgehen?

Beide Mannschaften spielen einen modernen Offensiv-Fussball und beide Teams verzeichnen eine erfolgreiche Rückrunde. Die Zuschauer dürfen sich auf ein hochklassiges Spiel mit zahlreichen Torszenen freuen. Wie es ausgehen wird? Ich hoffe auf ein 4 zu 3 für den FCK.

Warum sollte man nicht nur beim Kantonsderby die Spiele unseres FCK’s besuchen?

Weil man hier Top-Fussball mit Emotionen bequem und in friedlicher Atmosphäre hautnah miterleben kann. Ein Spiel im Fernsehen ist nicht zu vergleichen mit dem unmittelbaren Erlebnis am Spielfeldrand, an der frischen Luft, im wunderschönen Kreuzlinger Hafenareal, verpflegt von unserer kompetenten Clubhaus-Crew. Auch Zigarren-Aficionados sind herzlich willkommen!

Die Zuschauerzahlen waren diese Saison unter den Erwartungen. Zum Dauerthema Anstosszeit gibt es verschiedenste Ansichten, die Quadratur des Kreises wird sich nicht vollbringen lassen. Wird der Vorstand diesbezüglich nochmal über die Bücher gehen?

Ja, der Vorstand wird im Hinblick auf die neue Saison das Thema Anspielzeiten wieder diskutieren. Wahrscheinlich ist, dass wir wieder Richtung 16 h tendieren werden, dies trotz der unbefriedigenden Parkplatzsituation. Diese war ausschlaggebend dafür, dass wir zum Wohle der Besucher auf eine spätere Anspielzeit gesetzt hatten.

Zuletzt, wo wirst Du dir die WM-Spiele anschauen?

Fabrizio Ribezzi wird bei der „Alten Badi“ wieder ein Public Viewing anbieten. Da werde ich mir sicher einige der WM-Spiele in „Stadion-Atmosphäre“ zu Gemüte führen. Ich geniesse es aber auch, zuhause mit meinen beiden fussballbegeisterten Söhnen einen Match am Fernseher zu schauen.

 

Danke für das Interview!  Die Fragen stellte: Daniel Kessler